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Vortrag am 5. Januar 2007 um 19:00 Uhr.
Ort : VLV Vereinsräume im Hause des Medienzentrums der Hansestadt Lübeck, Eingang Pergamentmachergang (Francke Schule)

Von Lübeck nach Travemünde im Vorbild und Modell

Das ist das Motto der nunmehr 30 Jahre bestehenden Modelleisenbahnanlage von Dr. Hans-Jörg Windberg, die er interessierten Eisenbahnfreunden und Lübeck-Historikern am 5. Januar vorgestellen wird. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr in den Räumen des Vereins Lübecker Verkehrsfreunde (VLV) im Hause des Medienzentrum der Hansestadt Lübeck (Francke Schule) im Pergamentmachergang statt. Der Eintritt ist frei. Über eine freiwillige Spende freut sich der Verein.

 Da sich die 5x7 Quadratmeter große Anlage nicht mal so eben nach Lübeck schaffen ließ, wird ein Power Point-Vortrag versuchen, die Atmosphäre dieser Anlage wiederzugeben. Gestaltet wurde sie nach Motiven der Bäderstrecke von Lübeck nach Travemünde der Lübeck-Büchener Eisenbahn (LBE). Die LBE reizte den gebürtigen Lübecker Dr. Windberg dabei nicht nur aus Heimwehgründen zum Nachbau, sondern auch deshalb, weil sie einstmals die größte und weltbekannteste deutsche Privatbahn war.

Damit auch die Historiker unter den Zuhörern nicht zu kurz kommen, wird Dr. Windberg auch eine ganze Anzahl Vorbildfotos der Strecke, von den Dreißigerjahren bis in unsere Tage, mitbringen. So ist einen anschaulicher Vergleich der Vorbildsituation mit ihrem ins Modell umgesetzten Pendant möglich.

Jedem interessierten Lübecker sind die LBE Stromlinienlokomotiven, zumindest aber ihre Doppelstockwagen noch heute ein Begriff. Der VLV hat einen der Wagen vor der Verschrottung bewahrt. Als betriebsfähiges technisches Denkmal der Hansestadt Lübeck ist er überall in Deutschland unterwegs.

"Eine Nummer kleiner", nämlich im Maßstab HO sind die Doppelstockzüge auch auf der Anlage von Dr. Windberg zuhause. Der Nachbau der LBE beschränkt sich aber natürlich nicht nur auf die zwischen Lübeck und Travemünde eingesetzten Fahrzeuge. Auch die markanten Gebäude und Streckenabschnitte wurden der echten Strecke nachempfunden. So dürfen neben dem Streckenabzweig in Schwartau oder dem Rangierbahnhof Dänischburg mit der alten Guanofabrik natürlich auch die beiden Travemünder Bahnhöfe nicht fehlen: Allen voran das Empfangsgebäude des Strandbahnhofs mit dem markanten Uhrturm, das der Erbauer "in 2 Sommerurlauben" nach alten Originalplänen fertigte (Foto).

 Vom Auftauchen aus den umfangreichen Schattenbahnhöfen, die Abstellmöglichkeiten für insgesamt ca. 35 Zuggarnituren bieten, haben die Züge auf Dr. Windbergs Anlage etwa 40 Streckenmeter Fahrstrecke vor sich, bevor sie vor dem Prellbock des Strandbahnhofs zum Stehen kommen. Etwa 200 Weichen wurden verbaut und unzählige Meter Kabel verlegt, damit ein dem Original angenäherter Fahrbetrieb auch im Modell möglich wurde. 

Verein Lübecker Verkehrsfreunde e.V. © 2003 — Update 31 Dez, 2006